Montag, 20. August 2012

20.8. Caciulata/RU 2 Bjala/BG


um ca. 9 weggefahren - hier folgt ein ort auf den anderen - zig km lang, dann ein kurzes stück freiland und wieder ein ort, dazwischen fabriken, die wie ruinen aussehen, aber voll in betrieb sind - alles an der strasse - nach 50km hat´s mir gereicht, rechts weg und herrlich wildes land :-)
katzenstein, schlaglöcher, schotter - what u want! und überall ölpumpen und petrom (petrol romania) fahrzeuge.





hab mir schon die tage zuvor sorgen wegen der kupplung gemacht, weil ich sie immer wieder nachstellen musste - die "freude" war gross, als ich ein "zing" gespürt hab und das kupplungsseil sein zeitliches segnete. eine dreiviertelstunde reparatur und weiter gehts durchs gelände. diese art des reisens ist material- und vorallem zeitintensiv, somit bin ich nach einiger zeit wieder auf die "Dörfer"strasse. 






















immer wieder gibts hier ziegeunerfuhrwerke, vollgepackt mit tonnen von schrott, holz und den restlichen habseligkeiten. es gibt auch stationen, die speziell für diese hergerichtet sind - so richtig wild west im osten ;-)
Eines das entgegengekommen ist, hab ich fotografiert, worauf der patrone gleich geld haben wollte - er rieb zeige und mittelfinger und meinte "dollar, dollar". sein fehler war aber, dass seine kinder geschickt, die schon mit zuckerln und kugelschreibern glücklich waren. die zigeunerkutsche war auf der linken spur, ich am rechten strassenrand, das mädel neben mir, plötzlich kommt ein hupendes auto mit voller geschwindigkeit und das mädel kann gerade noch wegspringen - sitten sind das da!!!


ich befinde mich im tiefsten transilvanien und plötzlich wird mir das auch vorgeführt - ein stich in der linken armbeuge, ein zweiter, ein dritter,... bleib stehen, reiss meine jacke runter, kann aber nur die "bisse" sehen, die vampire haben sich schon in sicherheit gebracht.







in einer ortschaft ist mir ein totenzug entgegengekommen - der sarg wurde von einem traktor durch die ortschaft geführt und die trauernden frauen sind mit dem sarg auf dem anhanger gelegen.







etwas vor alexandria war wieder eine ortschaft, die aus irgendeinem grund für investoren interessant sein muss, ist mir schon vor arad aufgefallen. es wird eine protzige prunkvilla nach der anderen aufgestellt, meist dreistöckig, links und rechts ein turm, dazwischen balköne mit riesigen geschnitzten türen. die dächer der schöneren mit filigran bearbeitetem zinnblech - die freuen sich sicher bei hagel ;-)

andere eher im tempelstil mit gigantischen säulen, ein paar wenige in einem stil, der hier traditionell sein könnte, hab zumindest auch ein paar alte gesehen, die genauso waren - steiles, etwas abgesetztes dach, etwa so ...





















dass rumänien etwas ärmer ist als bulgarien, kann man am grenzübergang feststellen - einer donau-brücke. 

auf der auffahrt ist die geschwindigkeit auf 10kmh beschränkt, was auch wirklich begründet ist. die stahlkonstruktion schwer verrostet, ab der mitte der brücke allerdings frisch gestrichen, die fahrbahn wie bei uns üblich und das setzt sich bis zum nachtquartier fort - auch auf nebenstrassen.









hab bei bjala essen und ein bett gesucht und gefunden - pizza gegessen, einen nahen hügel ganz hinaufgefahren und dort im sonnenuntergang, neben dem zelt noch ein bierchen getrunken und früh eingeschlafen (10) - sehr schön :-)







gefahrene kilometer: 390
kilometerstand: 133681






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